A month full of big events and excitements…

Wie schon in meinem letzten Blog-Beitrag angekündigt, war der März ein ereignisreicher Monat!

Beide unserer Basketball-Teams (also Mädchen und Jungs) haben sich dieses Jahr einen Titel in den staatsweiten Meisterschaften geholt! Wir Cheerleader waren natürlich bei jedem Spiel live dabei. um unsere “Huskies” tatkräftig anzufeuern! Außerdem performten wir in jeder Halbzeit einen unserer Tänze. Das Publikum war bei den Montana-weiten Veranstaltungen natürlich viel größer wie die Spiele, die nur an unserer Schule stattfinden. Dementsprechend war die Spannung viel größer. Glücklicherweise lief aber FAST alles super… Ja, nur fast… Wenn wir im ersten Spiel des Tages antreten, haben wir Cheerleader die Aufgabe, die Flaggen zu präsentieren. So kam es eines Tages dazu, dass mir die amerikanische, und somit natürlich die wichtigste Flagge zugeteilt wurde. Kurz bevor das Spiel begann, übten wir noch ein Mal unseren Halbzeit-Tanz und daraufhin hatten wir nicht genügend Zeit, uns richtig aufzustellen und den Ablauf noch einmal durchzugehen. Wie sollte es auch anders kommen, ich schnappe die amerikanische Flagge und renne mitten aufs Spielfeld. Dabei nehme ich noch fast einen Schiedsrichter um und ignoriere einfach all Rufe meiner Mitschüler… Diese Geschichte durfte ich mir noch Tage später im Flur anhören… Zumindest habe ich die Leute zum Lachen gebracht und bleibe ihnen sicher noch länger in Erinnerung… einfach positiv denken!

Anfang dieses Monats nahmen wir uns außerdem ein paar Tage schulfrei, um einen Ausflug nach Bismarck/North Dakota zu machen. Meine Gastschwester interessiert sich dort für ein College und wollte es gerne einmal persönlich anschauen. Auf dem Weg dorthin befindet sich einer von Montanas National Parks und so entschieden wir uns, dort (in Glendive) einen Zwischenstopp zu machen. Der Nationalpark beinhaltet zahlreiche verschiedene Gesteine und darunter auch  Fossilien von Dinosaurier. Die Fahrt bis zu unserem Ziel in North Dakota hat mindestens acht Stunden gedauert; eine Zeit die ich normalerweise nur gewohnt bin zu fahren, wenn es in den Urlaub geht. Dieses Mal war es jedoch nur für drei Tage und somit war es eine seeeehr lange Zeit im Auto! Jedenfalls war das Wetter total auf unserer Seite und wir machten einige Stopps an interessanten Orten. Zum Beispiel hatte ich die Gelegenheit, ein Bild mit der kleinen Schwester der Freiheitsstatue festzuhalten, welche ich bei einem unserer Zwischenstopps entdeckte.

img_20160309_055454.jpg
Die kleine Schwester der „Statue of Liberty“ und ein paar Bilder aus dem beschriebenen Nationalpark.

Weitere Highlights unseres Ausfluges waren das Shoppen gehen und der riesige Whirlpool in unserem Hotel, den wir komplett für uns alleine hatten! Und natürlich nicht zu vergessen, die Hausaufgabe, die wir von einem unserer Lehrer bekommen haben: Eis essen und Filme schauen.

Langsam kamen wir auch mit der Prom-Planung, für die unsere Klasse dieses Jahr zuständig ist, ins Volle. Prom ist wie im Deutschen der Abschlussball, nur ist es viel mehr ein Tanz als nur eine Ehrung. Außerdem wird jährlich ein Promking und eine Promqueen gewählt. Das ist ein fester Bestandteil der amerikanischen Schultradition. Jedes Jahr wird der Prom nach einem bestimmten Thema gestaltet und dekoriert. Unsere Klasse entschied sich dieses Jahr für “The Great Gatsby”.  Anbei ein paar Bilder der Dekorationen, die wir selbs gebastelt haben und die Prom-Tickets, die ich entworfen habe.

Am Mittwoch, und somit drei Tage vor dem Prom, gingen meine Gastschwester und ich in die Stadt, um Makeup, Schuhe und Schmuck für den großen Tag einzukaufen. Wir rannten bis zur letzten Minute durch das Einkaufszentrum, um alles zusammen zu bekommen. Aber am Ende hatten wir beide alles gefunden, was wir brauchten und gönnten uns Icies (das beste Amerikanische Getränk, zu was es in Deutschland einfach nichts Vergleichbares gibt) um den Tag perfekt abzuschließen.

Mitte März endeten wir unsere Cheerleading-Saison mit einem Wettbewerb zwischen all den Schulen in der Umgebung. Hierfür übten wir eine Tanz/Cheer/Stunting-Routine ein. Nach einem letzten tollen Tag mit unserem ganzen Team holten wir uns den dritten Platz, was überhaupt nicht schlecht ist, wenn man bedenkt, dass es das allererste Mal war, dass unsere Schule überhaupt an so etwas teilgenommen hat.

Da unsere Klasse dieses Jahr für die Prom-Planung zuständig ist, machten wir uns am Abend direkt nach unserer “Cheerleading-Competition” auf den Weg zu der Lokalität, wo unser Prom am nächsten Tag stattfinden wird. Dort dekorierten wir noch bis zwei Uhr in der Nacht und als wir Heim kamen, fielen wir nur noch ins Bett.

Am nächsten Morgen als ich aufwachte, kam mir natürlich gleich in den Kopf, dass heute der große Tag sein wird… Prom 2016!

Wir begannen den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück und gegen zwölf Uhr fingen wir an, uns fertig zu machen. Meine ältere Gastschwester, welche extra über das Wochenende heimgekommen ist, fing um drei Uhr an, meine Haare zu machen. Da uns die Zeit davon rannte, mussten wir alle zusammen helfen, um mich halbwegs fertig zu bekommen. Mein Makeup musste ich dann aber noch im Auto auf dem Weg zum Abendessen vervollständigen. Das hätte sicherlich besser funktioniert, wenn mein Date sich nicht dazu entschieden hätte, in das Kies an der Seite der Straße zu fahren und mich dann auszulachen. Aber naja.. zumindest hatten wir (beide) unseren Spaß daran, mein verunstaltetes Makeup anzuschauen… Ich konnte es aber zum Glück noch retten!

dsc_0470.jpg

Nachdem wir in einem chinesischen Restaurant waren, fuhren wir zur Schule, wo die pPrombilder gemacht wurden und der “Grand March” stattfand. Zu diesem “March” sind alle Eltern und andere Familienmitglieder eingeladen und jedes Paar läuft einmal durch einen Bogen, unter dem Bilder gemacht werden können. Gleich anschließend wurden alle diesjährigen Kandidaten für Prom-King & Queen aufgefordert nach vorne zu treten, darunter auch ich. Diese Kandidaten und die Gewinner werden von der gesamten Highschool gewählt. Als erstes wurde der King ernannt, ein bekannter Basketball- und Footballplayer von unsere Schule. Dann, als die Queen aufgerufen wurde, konnte ich es gar nicht glauben; Ich bin tatsächlich zur diesjährigen Promqueen gewählt worden!!! Nach der Krönung gab es wieder eine Runde Bilder-machen und dann machten wir uns alle auf den Weg in den Park, wo unser Tanz stattfand. Nachdem um acht dann alle eingetroffen waren, mussten die Royals  mit dem ersten “Slowdance” den Ball eröffnen. Zum Glück konnte er gut tanzen und wusste, was zu tun war!

Die kröhnung zur „Promqueen“ und ich zusammen mit dem „Promking“.

Danach tanzten einfach alle mit allen zu einem Mix aus Country, Charts und typischen Partytänzen wie dem “Cha Cha Slide”. Zwischendurch durften Smalltalks mit Freunden und ein paar Stopps beim Schokobrunnen natürlich nicht fehlen! Es war ein richtig toller Abend. Gegen halb zwölf fingen dann die meisten langsam an zu gehen. Ein paar Freunde, mein Date und ich machten uns dann auch bald auf den Weg, um gemeinsam noch eine paar Filme anzuschauen und einfach noch den Rest der Nacht zu genießen. Dieser rundum  gelungene Tag, an dem ich endlich einmal berechtigt war, mich wie eine Königin zu fühlen (so wie zuhause seit 17 Jahren (Anm. der Redaktion)), ging leider viel zu schnell zu Ende.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ein weiteres großes Ereignis, das diesen Monat stattfand, war der Beginn der Golf-Saison. Am Anfang war ich mir nicht so sicher, ob Golf mir wirklich Spaß machen soll. Es kam mir so vor, als ob man im Practice einfach nur immer das gleiche macht. Aber nachdem ich das erste Mal richtig auf einem Meet (Zusammenkommen von mehrerer Schulen der Umgebung und richtiges Spiel mit Wettkampf) war, machte es alles viel mehr Sinn. Mittlerweile macht es mir richtig Spaß und ich merke richtig, wie ich mich von Practice zu Practice verbessere.

img_20160412_062620.jpg
Icecreamtime! Meine Gastschwester und ich nach einem Golfmeet.

Ich glaube, bis jetzt ist der März mein Lieblingsmonat seit ich hier bin.. Ich wäre natürlich aber nicht böse, wenn der April oder Mai diesen Rang abnehmen würde!

Und dann geht es auch schon wieder zurück nach Deutschland…

Werbeanzeigen

The time is almost melting faster than the snow…

Seit die Schule wieder angefangen hat, läuft wieder alles wie gewohnt. Die Schulwochen gehen zügig vorbei. Da am 15. Januar das Halbjahreszeugnis ausgehändigt wurde, schrieben wir die Woche zuvor unsere “Finals”. Hierbei muss jeder “High-School-Student” (also jeder Schüler in Klasse acht bis zwölf) innerhalb von zwei Tagen eine große Klassenarbeit in jedem seiner Fächer schreiben. Ich hab im Endeffekt in allen meinen Fächern ohne lernen erstaunlich gut abgeschnitten.

Durch die derzeitige Basketball-Saison sind wir auch mit dem Cheerleading gut beschäftigt. Beinahe jedes Wochenende findet ein Spiel bei uns an der Schule statt, bei dem wir natürlich vor Ort sind um unsere Teams anzufeuern. Da immer erst die Mädchen und direkt im Anschluss die Jungs ihr Spiel haben, ziehen sich die Abende meistens über vier Stunden. Aber das Cheerleading macht nach wie vor Spaß und somit ist es ok; auch wenn es schon einmal vorkommen kann, dass man einen 16 Stunden-Tag komplett in der Schule verbringt.

Außerdem nehmen wir Mitte März an einem Cheerleading-Wettbewerb zwischen einigen Schulen der Umgebung teil. Für diesen üben wir einen dreiminütigen Cheer samt Stunting und einem abschließenden Tanz ein.

Auch an den Wochenenden haben wir (abgesehen von den Heimspielen) immer etwas zu tun. Zum Beispiel haben wir uns ein Eishockeyspiel angesehen. Ich hatte zuvor noch nie wirklich Einblick in die Welt des Eishockeys und es ist viel brutaler und spannender als ich es mir vorgestellt hatte. Außerdem trafen wir uns so gut wie jedes Wochenende bei einem Kumpel mit Freunden um Pizza zu essen, Filme zu schauen und “Cards Against Humanity” zu spielen. Ein Kartenspiel der etwas anderen Art, für das sehr viel schwarzer Humor benötigt wird. In die Stadt gehen um zu shoppen, Eis zu essen oder mit Freunden etwas zu unternehmen darf natürlich auch nicht vergessen werden.

Am letzten Wochenende des Januars machten meine Gastschwester, zwei weitere Freundinnen und ich uns auf den Weg in das nahe gelegene Wintersport-Gebiet, um an einem Snowboard-Kurs teilzunehmen. Da ich zuvor erst einmal in meinem Leben auf einem Snowboard stand, war ich super beeindruckt, wie schnell es weniger wurde, dass ich entweder mit dem Gesicht voraus oder auf meinen vier Buchstaben im Schnee landete. Es war ein super gelungener Tag im Sonnenschein, den wir mit Pizza beendeten.

Am Sonntag des darauf folgenden Wochenendes war es soweit – eines der größten Events des Jahres in Amerika stand bevor: Superbowl! Wir schauten das finale “Footballgame” des Jahres mit Bekannten an einem riesigen Bildschirm. Statistiken beweisen, dass der Superbowl der Tag ist, an dem Amerikaner am zweitmeisten essen, gleich nach Thanksgiving. Und ich kann definitiv nichts anderes behaupten… zumindest nicht in die positive Richtung…! Jedenfalls, das was ich nebenbei vom Spiel mitbekommen habe, war ganz schön gut und das Team auf das ich zuvor gesetzt hatte (die Denver Broncos) holten sich den Sieg. Außerdem waren die Halbzeitshow und all die verrückten Werbungen, die mit Garantie tagelang im Kopf hängen bleiben und auch den ein oder anderen Albtraum verursachen, sehenswert!

Vom 17. bis zum 19. Februar hatten wir das alljähliche “little girls Cheercamp” bevorstehen. Hierbei können alle Mädchen von Kindergarten bis einschließlich fünfte Klasse einmal in das Leben eines Cheerleders hinein schnuppern. Auch wenn wir über 30 kleine Kinder hatten, machte die Arbeit mit ihnen viel Spaß. Schleifen basteln, Plakate designen, Cheers und sogar einen Tanz einüben, welcher dann später während der Halbzeit eines Basketballspieles vor Publikum vorgeführt wird; das alles war Teil des Programms! Am Wochenende ging es dann auch schon wieder weiter mit Babysitten. Eigentlich war es die Aufgabe meiner Gastschwester, aber irgendwie endete die Kleine dann doch bei mir. Das fand ich aber ganz okay, so kam wenigstens mal ein bisschen mehr Leben ins Haus. Am Samstagabend ging ich mit einem Freund noch zum bowlen, da wir beide festgestellt hatten, dass es ewig her ist, seit wir das letzte Mal gebowlt hatten… das spiegelte sich ein wenig in unserem Talent wieder… aber gut genug!

Nun bin ich endlich am letzten Wochenende des Februars angelangt! Am Freitag hatten wir schulfrei und da eine Freundin von meiner Gastschwester und mir Geburtstag hatte, ließen wir es uns in der Stadt gut gehen. Wir probierten uns durch einen Süßigkeiten-Laden, frühstückten ausgiebig und probierten in einem spezielles Prom-Mode-Geschäft (zu “Prom” später mehr) zum Spaß ein paar Kleider für $500 und aufwärts an.

Für diesen Sonntag hatten wir etwas ganz besonderes geplant, auf das ich mich schon lange Zeit zuvor gefreut hatte: „Promdress-Shopping”. An alle, die jetzt ziemlich verwirrt sind: Prom ist das alljährliche große Event gegen Ende des Schuljahres. Es ist vergleichbar mit einem Abschlussball, aber es ist mehr ein Tanz. Jedenfalls machten wir uns auf den Weg nach Billings, eine rund drei Stunden entfernt gelegene Stadt, mit einem größeren Einkaufszentrum. Dort wurden wir beide, meine Gastschwester und ich, fündig! Es war ein toller Tag und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mein Traumkleid gefunden habe!

Hier ein paar der Kleider, die ich anprobiert habe; Für welches ich mich entschieden habe werdet ihr im nächten Beitrag erfahren!

Der März wird viele Veränderungen und Ereignisse mit sich bringen! Ein Ausflug in den Staat North Dakota, unsere Cheer-Competition, die staatesweiten Turniere im Basketball und somit das Ende dieser Saison, außerdem wird die Golfsaison starten und, worauf ich am gespanntesten bin, Prom!

Ich verspreche, dass der neue Blog-Beitrag mit all den zuvor genannten Themen schneller kommen wird als dieser! Die Zeit vergeht nur viel zu schnell!

Holidays far away from home…🎄🎁🎂

An den letzten zwei Schultagen des Jahres hatten wir, wie schon vorausgesehen, nicht mehr viel Unterricht. In den meisten Fächern  schauten wir Filme oder spielten Strategiespiele. Mit unserem Yearbook-Team hatten wir eine kleine Weihnachtsfeier, bei der wir wichtelten und Pizza aßen. Beim Wichteln habe ich, wie üblich, eines der unbeliebtesten Geschenke bekommen. Es war trotzdem sehr witzig, wenn auch nicht erfolgreich. Zu Weihnachten habe ich total süße Geschenke von meinen Freundinnen hier bekommen. Eine Freundin hat mir sogar den gesamten Locker mit Weihnachts-Geschenkpapier eintapeziert, um mir die Weihnachtszeit, weit weg von zu Hause, ein bisschen zu verschönern.

Am Dienstag nach der Schule blieb ich mit einem Kumpel und einer Freundin in Belt. Nach einigen Versuchen hatten wir endlich einmal alle Zeit. Aber das Warten hatte sich gelohnt! Als ich am Abend heim kam, schauten ich und meine Gastschwester noch ein paar Filme um die Ferien richtig starten zu lassen. Am Mittwoch, dem letzten ganzen verkaufsoffenen Tag vor Weihnachten, machten ich und meine Gastschwester uns auf, um noch die letzten dringenden Weihnachtgeschenke zu besorgen. Auf unserem Shopping-Trip fanden wir natürlich auch etwas für uns selbst… dieses Mal aber was ganz besonderes: Unicornonsies!

Die oben genannten „Unicornonsies“.

Nachdem wir gegen fünf fertig waren mit Shoppen, machten wir uns auf den Weg zu einem Kumpel. Dort lernte ich ein paar neue Leute kennen, die zuvor auch in Belt zur Schule gegangen sind, aber jetzt auf dem College sind. Der Abend war, wie immer, sehr unterhaltsam. img_20160121_055156.jpgAbends am 24. Dezember – hier „Christmaseve“ – kehrte langsam Weihnachts-Stimmung ein. Am Morgen backte ich eine Schwarzwälder Kirschtorte auf Wunsch der Gastfamilie. Danach setzte ich mich über Skype mit meiner Familie in Deutschland in Verbindung, die schon versammelt unter dem Christbaum saß und auf die Bescherung wartete. Diese wollte ich natürlich auch dieses Jahr nicht verpassen! Es war schon etwas traurig für mich, diese besondere Zeit des Jahres nicht mit ihnen verbringen zu können, aber durch Skype war die Distanz fast vergessen.

Am späten Nachmittag kam hier der ältere Bruder und die Schwester samt Ehemann und Hund an. Danach aßen wir zusammen festtäglich und gingen gemeinsam in den Weihnachtsgottesdienst, welcher zu meiner Freude sehr kurz ausfiel. Als wir wieder Zuhause waren, durften wir schon, obwohl es noch nicht offiziell Weihnachten war, unsere „Stockings“ öffnen. Stockings sind die gefüllten, überdimensionalen Socken, welche man in Filmen klischeehaft am offenen Kamin hängen sieht. Die restlichen Geschenke, die sich wie auch bei uns unter dem traditionellen Christbaum befinden, darf man hier aber erst am Morgen des 25. Dezember öffnen. Das eigentliche Weihnachten  wird hier dann den kompletten 25. Dezember lang gefeiert. Mit reichlich Essen (darunter zwei Mal frühstücken, einigen Snacks, Abendessen und zu guter Letzt noch Kuchen) ließen wir es uns den ganzen Tag gut gehen.

Am 26. Dezember, dem Tag nach Weihnachten, waren wir bei Bekannten eingeladen, um die Reste vom vergangenen Tag zu essen. Außerdem schauten wir noch einen Film mit der gleichaltrigen Tochter. An den darauf folgenden Tagen hatte ich endlich einmal wieder richtig Zeit, um mit Freunden zu skypen und zu chatten.

Die Nacht auf den 28. Dezember machten ich und meine Gastschwester durch, da sie die erste sein wollte, die mir zum Geburtstag gratuliert. Also kuschelten wir uns gemeinsam mit tonnenweise Snacks ins Bett, schauten Filme, machten ein bisschen Yoga und nicht zu vergessen: lachten uns zu Tode. Nachdem ich dann noch mit meinen Eltern geskypet und mit meinen Freunden in Deutschland gechattet habe, machte ich mich auf ins Bett. Am nächsten Morgen überraschte mich meine Gastschwester mit einem ganzen Hausflur voll Ballonen und Girlanden. Ein super Start in den Tag!  Zum Frühstück gab es, wie ich es mir gewünscht habe, einen Riesen-Pancake (eine Mischung aus Pancake und Pfannkuchen). Gegen späten Vormittag machten wir zuerst auf zu McDonalds und danach zum Schlittschuhlaufen. Es war eine echt witzige Zeit! Das besonderes Highlight des Tages war es, das Geschenk von meinen Freunden Zuhause zu öffnen! Ich bin echt froh, so tolle Freunde zu haben, die immer an mich denken und mich genau kennen! Danke euch allen!!! Und danke natürlich auch an meine Familie, für die kleinen Aufmerksamkeiten und all die Unterstützung!

Die restlichen Tage bis zu Silvester verliefen sehr ruhig. Silvester selbst feierten wir mit Freunden der Familie, die eine Tochter in meinem Alter und zwei älteren Söhnen. Die Zeit bis Mitternacht verging wie im Fluge. Jedoch fand ich es sehr schade, wie unbeeindruckt alle über den Start in das neue Jahr reagiert haben. Aus Deutschland bin ich Anstoßen und eine „Frohes Neues Jahr“-Runde gewohnt. Aber hier scheint das nicht von Wichtigkeit zu sein… ein etwas trauriger Start in das neue Jahr.

Der erste Tag des neuen Jahres machte jedoch alles wieder gut! Ein Kumpel und zwei Freundinnen luden mich ein, mit ihnen in die Stadt zu kommen. Sie konnten nicht glauben, dass ich noch nie in meinem Leben bei „Tacco-Bell“ (einer mexikanischen Fastfood-Kette in Amerika) gegessen habe. Somit machten wir einen Abstecher dorthin. Ich muss echt sagen, dass ich es bereue, dort noch nie gewesen zu sein… aber zumindest weiß ich es jetzt! Später machten wir noch einen Abstecher in das Shoppingzentrum. Dort entdeckte ich mit meinen Freunden ein paar Läden, von denen ich zuvor auch nichts wusste. Zum Abschluss des Tages waren wir noch alle zusammen bei meiner Freundin zuhause. Dieser Tag ging leider viel zu schnell um!

Doch auch der Samstag war super! Schon am frühen Morgen machten wir uns auf in das Skigebiet „Showdown“. Das Wetter war mit strahlendem Sonnenschein komplett auf unserer Seite und auch die Schneeverhältnisse waren perfekt. Meine Gastschwester, eine Freundin und ich fuhren den kompletten Tag durch und ich war echt erstaunt, wie gut ich Skifahren noch beherrschte, obwohl ich für mindestens fünf Jahre nicht mehr gefahren war! Doch das Highlight des Tages waren zwei, nur in Unterwäsche fahrende, vor Kälte schreiende junge Männer. Ich finde nur ein Wort, um das zu beschreiben: AMERIKA!

Am Sonntag stellten wir uns dann seelisch und moralisch wieder auf den Schulalltag ein, der am Montag schon wieder begann. Eineinhalb Ferienwochen mit zahlreichen neuen Eindrücken, Erfahrungen und auch vielen Situationen, in denen ich noch mehr zu schätzen gelernt habe, was Zuhause wichtig für mich ist, liegen nun hinter mir.

img_20160121_054954.jpg
Und zu guter Letzt noch den wunderschönen Sonnenuntergang a la Montana!

Pre Christmas…🎅🎀🎄

Das Jahr ist schon fast zu Ende und die Vorweihnachtszeit steht vor der Türe!
Die Schule ging vergangenen Montag nach der Thanksgiving-Break wieder ganz normal weiter. Der einzige Unterschied ist, dass das Cheerpractice aufgrund der beginnenden Basketball-Saison wieder voll anfängt.

Am Montag machten meine Gastschwester und ich eine „tolle“ Entdeckung. Erst dachte ich mir: „Lecker, Jelly Beans!“ Aber die so harmlos aussehenden Jelly Beans stellten sich als nicht ganz so gut schmeckende, verrückte und natürlich typisch amerikanische Erfindung heraus… Beiliegend zu den Jelly Beans gibt es ein kleines „Glücksrad“. Dieses hat zehn verschiedene Felder mit verschiedenen Farben von Jelly Beans. Der gemeine Teil liegt darin, dass mit jeder Farbe zwei  Geschmacksrichtungen kommen. Eine normale, leckere Sorte und ein, die nicht sehr anziehend klingt und schon gar nicht gut schmeckt! Zum Beispiel die braunen Beans können einerseits nach lieblichen „Chocolate Pudding“ und andererseits nach „Canned Dog Food“ (also Dosenfutter) schmecken… Nicht sooo lecker!
Nachdem wir uns einmal durch die zehn Sorten geschmeckt hatten (ich hatte drei Mal die gute Geschmacksrichtung.. hatte also RICHTIG Glück..) und zu zweit circa einen Liter Milch getrunken haben, hatten wir genug!

snapchat-8079359223374020546-1.jpgAls wir am Dienstag aus der Schule heim kamen erwartete mich ein Paket aus der Heimat mit einigen vorweihnachtlichen Kleinigkeiten wie Schokoladen-Nikoläuse. Natürlich habe ich mich darüber riesig gefreut!
Nach dem Abendessen fingen ich und meine Gastschwester an, Weihnachtskekse zu backen. Wir machten sogenannte „Sugarcookies“ (ähnlich wie unsere Ausstecherchen, nur größer und mit Frosting an Stelle von Zuckerguss). Diese ist die einzige Art von Plätzchen, die es in Amerika gibt. Außerdem versuchten wir uns an zwei Deutschen Rezepten; Kokosmakronen und Vanillekipferl. Zu meinem Erstaunen gelangen diese super obwohl ich das Rezept nur grob auf die anderen Maßeinheiten um geschätzt habe.

Am Mittwoch und Donnerstag hatten wir nach der Schule wieder Cheerpractice. Pünktlich zur aufkommenden Basketball Saison haben wir zwei neue Cheerleader bekommen! Mit zehn Cheerleadern sind wir die größte Gruppe seit einigen Jahren an unserer Schule.

Zum Start ins Wochenende machten wir uns am Freitagabend mit drei weiteren Freundinnen auf nach Great Falls zu einem Weihnachtsmarkt, dem sogenannten „Christmas Stroll“. Die ganze Veranstaltung war auf viel mehr Fläche ausgebreitet als ich es aus Deutschland gewohnt bin. Es wahr hauptsächlich nur eine verkaufsoffene Nacht mit Entertainment. Mir gefällt zwar eindeutig die Deutsche Version besser aber es war eine Erfahrung wert!

imag6050.jpg
Auf gehtˋs zum Weihnachtsmarkt!

Am nächsten Morgen halfen meine Gastschwester und ich bei einem Workshop für kleine Kinder. Dieser handelte von Wildtier-Spuren. Darauf durften die Kinder T-Shirts mit Tatzen-Abdrücken gestalten. Und wir natürlich auch…

img_20151217_034622.jpg
Mein selbst gestaltetes T-Shirt.

Da wir eh schon in Great Falls waren und wir Wichtel-Geschenke für den nächsten Tag brauchten gingen wir anschließend shoppen. Natürlich blieb es mal wieder nicht nur bei dem, was wir eigentlich brauchten.

Am Sonntag war der 6. Dezember und somit Nikolaustag. Ich überraschte meine Gastfamilie mit gefüllten Nikolaus-Stiefeln. Einen solchen Brauch scheint es hier wohl nicht zu geben. Und somit erklärte ich ihnen, was es damit auf sich hat. Jedenfalls waren sie alle sehr froh, dass sie etwas bekommen haben und nicht vom Krampus heimgesucht wurden.   

Am Nachmittag hatte unsere Area-Rep eine Weihnachtsfeier mit allen Austauschschülern der Region geplant. Insgesamt waren wir 8 Austauschschüler, zwei Gastgeschwister und einige Eltern. Wir spielten das Reaktions Spiel “Spoon”, wichtelten und aßen zusammen. Es war ein witziger Nachmittag und ich lernte nette Menschen aus der ganzen Welt kennen.

Am Montag backte ich Weihnachtsplätzchen für unseren “Snack-Day” in Marketing. Diese waren nach circa 2 Minuten leer. Somit gehe ich einmal davon aus, dass es meinen Klassenkameraden geschmeckt hat.

Im Cheerleading lernten wir, wie die Woche zuvor auch schon, neue Cheers. Außerdem fingen wir einen neuen Tanz an, machten Workouts und übten Stunts.

Am Donnerstag nach dem Cheerpractice fuhren ich und meine Gastschwester in die Stadt um ein das Geburtstagsgeschenk für meine Gastmutter zu kaufen. Wir hatten jedoch nur drei Stunden Zeit, da wir momentan nur ein Auto haben. Davon brauchten wir eine Stunde zum Fahren und eine halbe zum Essen. Uns blieben somit noch eineinhalb Stunden Zeit zum Shoppen. Und ich glaube so viel hab ich noch noch nie in so kurzer Zeit gefunden! :O

Als wir dann am Abend Heim kamen, wurde ich von einem riesigen Paket überrascht…DANKE EUCH ALLEN! ❤

Aber leider darf ich es erst an meinem Geburtstag öffnen… musste also noch ganze 18 Tage warten..

Am Freitagabend waren wir bei einem Kumpel eingeladen und wie immer war es super witzig! Den Samstag verbrachten wir mit fernsehen, Kuchen backen und Photos machen.

Früh am Sonntagmorgen machten wir uns mit der ganzen Familie auf den Weg in einen nähe gelegenen Wald um nach dem perfekten Christbaum zu suchen. Das ist die Tradition in vielen amerikanischen Familien. Nach circa einer Stunde hatten wir ihn dann gefunden und auf den Truck aufgeladen.

 

Nur noch eine Woche bis zur Christmas-Break!

Thanksgiving🍴🍗🌽

Unsere ersten Ferien dieses Schuljahr! Den Mittwoch – der noch kein Feiertag war – nutzten wir gleich mal komplett aus. Den Vormittag verbrachten wir großteils draußen im wunderschönen Winterwetter samt Pulverschnee. Zum Lunch machte ich das erste Mal Kässpatzen für meine Gastschwester und mich. Sie war total erstaunt über die Zubereitung und begeistert über den Geschmack der Spatzen (auch wenn wir sie mit Shredded-Cheese und Tomaten-Ketchup aßen). Gegen Abend fuhren wir mit meinem Gastbruder in die Stadt, um noch ein paar letzte Einkäufe für Thanksgiving zu machen. Das verbanden wir mit einem Kinobesuch und ein paar Runden Drifting.

wp-1449119620149.jpeg

Am Donnerstagmorgen machte sich die ganze Familie zusammen auf den Weg zu der anderen Tochter, die mit ihrem Ehemann rund zwei Stunden entfernt lebt, um dort Thanksgiving zu feiern. Wir halfen alle beim Kochen und ich und meine gleichaltrige Gastschwester vertrieben uns die restliche Zeit mit Schlittenfahren an einem kleinen Hügel hinter dem Haus und mit den Hunden. Gegen vier war dann das ganze Essen fertig und das Festmahl konnte beginnen. Vom selbst geschossenen Hirsch über Kartoffelpüree und selbst gebackenen Brot bis hin zu zahlreichen verschiedenen Gemüsesorten wie Kürbis, Bohnen und Karotten war alles dabei. Das Essen war mega lecker und ich konnte nicht einmal alles probieren, da so viel Auswahl vorhanden war. Nach einer einstündigen Pause in der wir die „Leftovers“ wegräumten (die voraussichtlich noch wochenlang vorhanden sein werden), gab es dann Desserts und Kuchen. Diese mussten natürlich auch getestet werden! Delicious! Als es später wurde kam noch anderer Besuch dazu und wir hatten eine lustige Zeit zusammen. 

wp-1449044449002.jpeg

wp-1449044426245.jpeg
Unser Thanksgiving-Dinner… Yummi!

Und die Esserei ging am nächsten Morgen gleich mit einem Pumpkin-French-Toast und Bacon-Frühstück weiter. Nachdem wir noch ein bisschen Zeit mit Netflix verbrachten, machten wir uns gegen Mittag wieder auf den Heimweg. Eigentlich ist es Brauch, den Tag nach Thanksgiving Shoppen zu gehen,  da es dort besonders gute Angebote gibt. Aber wir wollten uns den ganzen Ansturm nicht antun und nachdem ich in Marketing gehört habe, dass es deshalb jährlich zu mehreren Todesfällen kommt, war ich über diese Entscheidung sehr froh.

Den darauf folgenden Tag verbrachten wir großteils mit Hausaufgaben und am Abend trafen wir uns mit einigen Leuten bei einem Kumpel. Wie immer war es mega witzig und ich war glücklich, meine Freunde – auch nur nach ein paar Tagen Ferien – wiederzusehen.

wp-1449044328289.jpeg

Diesen Sonntag hatten wir ein Konzert in der Kirche. Ich fand es eine gute Abwechslung zum normalen, sonntäglichen Kirchenbesuch. Aber es war nichts im Vergleich zu dem Essen, das es danach gab! Es war quasi eine Thanksgiving-Nachfeier, zu der jede Familie etwas Hausgemachtes zum Essen mitbrachte. Ich glaube, ich habe sogar mehr gegessen als an Thanksgiving selbst.

Nach all dem kann ich nur hoffen, dass das Essen in nächster Zeit weniger wird und ich meine Linie halten kann! ;O

Winter-Wonderland…

Es hat wieder einmal geschneit. Zu unserer Freude blieb der Schnee dieses Mal aber liegen und in Kombination mit der Sonne hatten wir schon jetzt ein paar perfekte Wintertage. Nichts desto trotz ging der normale Schulalltag erst einmal weiter. Die vergangene Woche hatte ich mindestens sechs getippte Seiten „Essays“ zu schreiben. Nicht zu vergessen, dass diese alle auf Englisch sind. Aber langsam fällt es mir gar nicht mehr schwer auf Englisch zu schreiben und ich muss kaum mehr ins Deutsche umdenken.

wp-1448527124188.png
Eine Freundin und ich total motiviert!

Am Dienstag nach der Schule hatten wir eine Veranstaltung an der Highschool, bei der alle Volleyball-Spielerinnen zu ihrer erfolgreichen Saison – die jetzt zu Ende ist – geehrt wurden. Da es die letzten paar Tage vor dem „Play“ (also der Theateraufführung) waren und mehr als die Hälfte der Cheerleader dort mitmachen, waren wir nur zu zweit um die Menge bei der Veranstaltung anzucheeren. Auch wenn wir sehr viel leiser als sonst waren, klappte alles gut und die Zuschauer unterstützten uns tatkräftig.

Dieses Wochenende war wortwörtlich zugeplant mit Theater. Es fing schon am Freitagmorgen in der Schule an, wo eine Gruppe aus professionellen Schauspielern das Stück „Merchant of Venice“ von Shakespeare aufführte. Besser als Unterricht und Arbeiten schreiben war es auf jeden Fall!

Nach der Schule gingen ich und meine Gastschwester nach draußen, um mit den Hunden im Schnee zu spielen. Uns blieb noch kurz Zeit fürs Essen und dann ging es auch schon zur nächsten Theateraufführung, bei der meine Gastschwester und einige meiner Freunde mitspielen. Außerdem half ich meiner Gastmutter dort beim Snacks verkaufen. Das Theater zog sich ganz schön in die Länge. Aber dank meinen Mitschülern, die alle da waren, um sich den Extra-Credit zu holen, den man im Fach Englisch bekommt, wenn man sich das Play anschaut, war die lange Zeit erträglich.

wp-1448527130098.jpeg
Selfieee im Schnee

Am Samstag hieß es ausschlafen. Den Nachmittag verbrachten wir mit Wii spielen, einen Film anschauen und Bilder machen. Um sechs hieß es dann für mich: ein letztes Mal Theater. Heute war es aber besser, da zwei gute Freunde von mir da waren, die ungefähr genau so wenig von Theater halten wie ich. Wir hatten es sehr lustig und die Zeit verging viel schneller als am letzten Tag!

Am Sonntagmorgen war – wie immer – Kirche und den restlichen Tag verbrachte ich im Bett, um wieder komplett gesund zu werden.

Die folgende Schulwoche war nur zwei Tage lang und da einige Leute bei einem naturwissenschaftlichen Projekt mitmachen, war die Schule ziemlich leer. Somit hatten die Lehrer auch nicht wirklich Lust etwas Neues anzufangen und wir hatten zwei total entspannte Schultage.

Am Montag nach der Schule fuhr ich mit meiner Gastmutter in die Stadt um ihr beim Sofa aussuchen zu helfen und noch ein paar weitere Sachen zu besorgen.

Am Dienstag kam meine Gastschwester wieder von den Projekttagen heim und wir machten uns einen gemütlichen Abend im Warmen, um uns auf die Thanksgiving-Break einzustellen. Mein allererstes Thanksgiving! I’m excited!!!

 

Anbei noch ein paar der Bilder im Winter-Wonderland…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Choose happiness :)

Die vergangene Woche hatten wir Tournaments an unserer Schule, was im Grunde eine große Veranstaltung des Volleyball-Sports ist. Die ersten und zweiten Sieger der dreitägigen Turniere dürfen dann zu „State“ und dort um den staatsweiten Sieg kämpfen. Das hieß für uns Cheerleader, dass uns eine sehr lange Woche bevorstand.

Am Dienstag hat mir mein Geschichts-Lehrer angeboten, einen Teil meines Tests zu wiederholen. Als ich während einer Frei-Stunde zu ihm kam und meine Arbeit anschaute, stellte ich fest, dass es eigentlich gar keine schlechte Note ist. Er fing dann an mir zu erklären, dass er es beeindruckend findet, wie ich mich hier entwickle und dass ich die beste Austauschschülerin wäre, die jemals hier an der Schule war. Nachdem ich mich etwas verwirrt bei ihm bedankt haben, schrieb ich zwei Aufgaben des Tests noch einmal und machte schlussendlich aus meiner b eine a-.

Nach der Schule musste ich mit meiner Gastschwester zum Theater Practice, da mich niemand abholen konnte. Das Zuschauen war aber, anders als ich gedacht habe, total witzig.

wpid-wp-1447633230144.jpeg
Beim Playpractice.

Am Mittwoch war an der Schule ein mexikanisches Dinner, um die Schüler für ihren Peru-Trip zu unterstützen. Es war eine super Zeit mit Freunden!

Am Donnerstag hatte unsere Mannschaft zwei Volleyballspiele, eines am Morgen während der Schulzeit und eines am Abend. Wir holten uns in beiden Spielen klar den Sieg. Dazwischen fuhren ich und meine Gastschwester kurz heim und hatten unser donnerstägliches Abendessen (da wir Donnertags immer auf uns selbst gestellt sind): Frenchtoast. Am Freitagabend folgte dann das nächste Game. Auch dieses konnten unsere Girls klar für sich entscheiden.

Somit folgte dann das entscheidende Spiel am späten Samstagnachmittag. Da wir am Morgen freie Zeit hatten, fuhren wir zur nächsten Shopping-Mall. Nach ein paar Stunden Aufenthalt kamen wir wieder heim, aßen Lunch und dann ging es auch schon wieder los zum Tournament. Wir spielten gegen die selben Gegner wie am letzten Tag, da sich diese wieder hoch gekämpft hatten. Aber unsere Girls schafften es ein zweites Mal, diese zu besiegen. Somit ist unser Team seit Anfang der Saison unbesiegt. Meine Stimme jedoch war von den drei Tagen mehr als besiegt! 😀

Nichtsdestotrotz machten wir uns danach noch auf zu einem Kumpel und sangen lauthals bei allen Liedern mit, die im Radio kamen! Es war ein unglaublich witziger Abend und es ist sehr interessant, was manche Amerikaner so über Deutschland denken! o_O

Nach einem Ruhetag am Sonntag fing dann am Montag wieder der normale Schulalltag an.

Am 11. November war Veterans-Day. Das ist ein Tag zu Ehren Amerikas und aller der, die für das Land dienen. Es war eine große Versammlung in der Turnhalle der Schule mit reichlich Programm. Wir als Cheerleader hatten die Aufgabe, die Flaggen zu präsentieren und die „Pledge of Allegiance“ zu leiten. Ich fand es sehr beeindruckend, wie das ganze Programm ablief und wie die Stimmung war, da es in Deutschland kein vergleichbares Ereignis gibt.

Kurz nach dieser Versammlung starteten wir Cheerleader mit unserer Pep-Rally für die Volleyball-Girls, die am darauf folgenden Tag zu „State“ einziehen. Auf dem Programm standen einige Cheers, um die Menge in Stimmung zu bringen, eine Laola-Welle mit der ganzen Schule und ein Spiel, das vor allem die Jungs (NICHT) sehr genießen konnten. Hier ging es darum, dass vier Jungs und zwei Lehrer auf Stühlen Platz nehmen durften. Sechs Volleyballgirls bekamen daraufhin ihre Augen verbunden  und von uns Cheerleadern reichlich Make-Up gereicht, das sie dann an ihren „Opfern“ auftragen durften. Die Resultate waren einzigartig!

Nach all dem Programm ging unser Tag nur noch drei verkürzte Unterrichtsstunden lang, da wir ein Early-Out hatten. Anschließend hatten wir dann noch Cheerpractice, um unseren Tanz, den wir bei der Rückkehr der Girls von State aufführen werden, noch den letzten Schliff zu verleihen.

Da wir am Donnerstag kein Cheerpractice und keine Hausaufgaben hatten, entschieden meine Gastschwester und ich uns dazu, noch in die Stadt zu fahren. Dort gingen wir Eis essen und anschließend noch zu Target, wo wir einen erfolgreichen zweistündigen Einkauf machten.

wpid-wp-1447811541327.jpeg
Amerikanische Süßigkeiten sind ganz schön Chemisch

Am Freitag nach der Schule steckte ich mal wieder beim Playpractice fest, wie es ein Kumpel von mir nannte. Aber wir hatten mal wieder eine sehr witzige Zeit. Als wir heimkamen, machten wir uns auch schon gleich wieder auf den Weg in die Stadt, wo wir das Musical „Hairspray“ anschauten, welches eine andere Highschool aufführte. Wir trafen uns in einem Restaurant mit einer befreundeten Familie und aßen dort zusammen. Obwohl ich normal kein großer Musical-Fan bin, fand ich dieses sehr gut! Und es war für mich schwer zu glauben, dass all diese Leute in meinem Alter waren, da sie alle wie Profis auf mich wirkten. Auf dem Heimweg machten wir noch einen Halt zum Eis essen.

wpid-wp-1447811556773.jpeg

Am Samstag konnte ich das erste Mal seit langem wieder aus schlafen. Danach ging der Tag jedoch nicht so schön weiter, da wir auf die Beerdigung eines 18-Jährigen gehen mussten. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung für mich, das einmal live mitzuerleben, was man sonst nur aus Filmen kennt. Es war tatsächlich so, wie ich es mir vorgestellt habe und ich finde diese Art von Beerdigung viel besser und persönlicher als sie in Deutschland ist.

Sonntag war wieder einmal ein ruhiger Tag, hauptsächlich auf dem Sofa mit guten Filmen.

Unsere Girls sind übrigens staatsweit auf dem zweiten Platz gelandet!

Halloween in America 🎃👻👿

Nun ist schon ein Viertel meiner Zeit hier vergangen.. ich kann es gar nicht glauben!

Schon seit über zwei Monaten bin ich hier, aber es fühlt sich überhaupt nicht so lang an, doch wenn ich zurückblicke, ist so vieles passiert!

Die letzten zwei Schulwochen sind schnell vergangen. Am Dienstag den 20. Oktober hatten alle, die im Fach Marketing sind, einen ganztägigen Ausflug in ein College in der nächst größeren Stadt. Dort waren Vertreter von verschiedenen Berufsfeldern, die alle mit Marketing in Verbindung stehen, vor Ort. Jedes dieser Berufsfelder wurde in einem Vortrag beschrieben und wir bekamen beispielsweise von einem Fernsehsender Einblicke hinter die Kulissen. Außerdem bekamen wir reichlich zu essen, eine Jogaeinheit und eine Führung durch das College.

Im Fach „Desk Top“ bekamen wir den Arbeitsauftrag, Poster für das Volley- und Footballteam zu gestalten. Diese werden dann im Schulhaus und bei den entscheidenden Spielen zur Unterstützung der Spieler aufgehängt. Ich entschied mich dafür, ein Poster für das Footballteam zu machen. Mein Poster bekam am Ende die meisten Stimmen und wird nun gedruckt… Iˋm excited!

Mein Poster für das Footballteam.
Mein Poster für das Footballteam.

Am Donnerstag derselben Woche fand auch das letzte Home-Volleyballgame der Saison statt. Ein weiteres Mal holten sich unsere Mädchen den Heimsieg, wobei die Gegner dieses Mal echt gut waren! Somit ist unser Volleyball-Team nun für das „Districts“ nominiert. Hier treten die besten Volleyballteams der Umgebung gegeneinander an und kämpfen um den Sieg und das Weiterkommen zu den State-Meisterschaften.

Am Freitag hatte unsere gesamte High-School einen Vortrag über Verkehrssicherheit. Von Männern von der Highway-Patrol, bis hin zu betroffenen Eltern, die ihre Kinder durch Unfälle verloren haben, waren Leute da, die uns versuchten klar zu machen, was alles passieren kann. Der Vortrag, der viele tragische Geschichten enthielt, war sehr eindrucksvoll und traurig.

Am Freitagabend fuhren meine Gastschwester, ich und noch eine weitere Freundin in die Stadt, da wir nichts besseres zu tun hatten. Dort gingen wir in ein Kaffee und danach verbrachten wir noch mehr wie eine Stunde im „Target“, einem riesigen Markt, in dem es einfach alles gibt! Als wir durch die Stadt fuhren, sah ich zahlreiche komplett gruselig dekorierte Häuser.. Zombies im Vorgarten, unzählige Kürbisse und Lichterketten-Verzierungen sind hier scheinbar total normal!

Am darauf folgenden Tag fand die State-Meisterschaft im Cross-Country ganz in der Nähe statt. So entschieden ich, meine Gastschwester und noch eine Freundin, dort unsere Läufer anzufeuern. Diese erzielten gute Leistungen und es war interessant, diesen Sport auch einmal anzusehen, da man sonst nicht viel davon mitbekommt. Nachdem alle Leute von unserer Schule fertig waren, machten wir Drei uns auf zu der Spielhalle, die ich schon einmal beschrieben habe. Wir hatten eine gute Zeit und es war echt witzig! Danach gingen wir, wie es der Tradition entspricht, mal wieder Eis essen.

Am Sonntag veranstaltete die Kirche ein riesiges Buffet zu Ehren der Priester. Alle blieben nach dem Gottesdienst da, aßen und feierten gemeinsam. So etwas habe ich in einer Deutschen Kirche noch nie erlebt und deshalb hat es mich sehr fasziniert!

Diese Woche in „Writing Lab“ hat mein Lehrer eine meiner Ausarbeitungen für Geschichte gelesen und mich darauf hin gefragt, ob Englisch wirklich meine zweite Sprache ist. Da dieser Mann selbst Autor ist, hat mich das sehr stolz gemacht! Das hat mir erneut bewiesen, dass das Auslandsjahr mich in meinen Englischkenntnisse schon sehr viel weiter gebracht hat.

Die zwei Wochen über haben wir im Cheer-Practice vor allem Plakate und Run-Through-Signs für die anstehenden Spiele gestaltet. Außerdem haben wir „Goodie-Bags“ für die verschiedenen Sportarten gebastelt und mit Snacks gefüllt. Diese werden dann den Sportlern mit auf die Reise gegeben. In der Zeit, die wir dann noch übrig hatten, machten wir an unserem nächsten Tanz weiter. Am Anfang war ich skeptisch über diesen, aber er gefällt mir immer mehr und jetzt versuchen wir noch Stunts einzubauen!

Am Donnerstag hatte mein Gastvater Geburtstag und deshalb waren einige Leute da, als wir von der Schule zurück kamen. Es gab richtig gute „Montana-Steaks“ zum Abendessen und ich lernte den „Grandpa der Familie“ kennen. Dieser war total begeistert, mich kennen zu lernen und erzählte mir gleich ein paar Geschichten. Nach dem Abendessen schnitzten meine Gastschwester und ich unsere Halloween Kürbisse.

Pumpkins *___*
Pumpkins *___*
Twinning mit unseren Kürbissen.
Twinning mit unseren Kürbissen.

Am Freitag fanden die Volleyball-Districts in Great Falls statt. Nach der dritten Unterrichtsstunde durften sich die Cheerleder und die gesamte Pep-Band deshalb auf den Weg dorthin machen. Unsere Mädels hatten zwei Games zu spielen, jedes davon hielt über zwei Stunden an. So durften wir insgesamt mindestens vier Stunden cheeren. Ich durfte an diesem Tag das erste Mal die Cheers aussuchen und ansagen – eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Aber alles hat gut geklappt! Zwischen den zwei Games hatten wir eine dreistündige Pause, in der wir zu einem Burger-Restaurant fuhren um dort Lunch zu essen. Mit gutem Essen und einzigartigen Gesprächen hatten wir dort eine tolle Zeit! Später fingen die Jungs an, aus einem Automat Kuscheltiere zu angeln und ich bekam einen „Smurf“ geschenkt. Nachdem sich unsere Ladys den Sieg geholt haben fuhren wir um circa 8 wieder zurück zur Schule. Es war ein echt toller Tag, auch wenn meine Stimme am Ende komplett weg war und mein Bauch weh getan hat vom ganzen Lachen!

Eine Freundin und ich mit unseren neuen Plüschtieren. :D
Eine Freundin und ich mit unseren neuen Plüschtieren. 😀

31. Oktober… Halloween! Am Samstag schlief ich erst einmal bis 11 Uhr aus! Danach backte ich einen „Bienenstich“ für meinen Gastvater, der sich diesen zum Geburtstag gewünscht hatte. Am Abend gingen wir erst mit der ganzen Familie samt Grandpa essen. Danach machten ich und meine Gastschwester uns alleine auf den Weg. Wir stoppten bei „Walmart“ und kauften uns dort ganz viele Süßigkeiten und ein bisschen Make-Up, um zumindest ein wenig nach Helloween auszusehen. Wir trafen uns bei einem McDonalds mit einer weiteren Freundin, aßen dort ein Eis und ich konnte die beiden überreden, mit mir in das Kinder-Rutschen-Paradies zu gehen!!! 😀 Als es dann Zeit war, machten wir uns auf Richtung Kino, wo wir den Film „Goosebumps“ anschauen wollten. Ich fand den Film super!.. Der ganze Abend war super!

Der Sonntag war bis auf eine Einladung bei Bekannten zum Abendessen ein kompletter Chill-Tag.

Two more crazy weeks…

Ich fasse mal wieder zwei Wochen zusammen, da ich letztes Wochenende zeitlich gar nicht dazu gekommen bin, einen Beitrag zu schreiben.

Die Schulwoche verging wie immer schnell. Im Fach „Writing Lab“ ist mein Lehrer mit mir komplett über einen Artikel, den wir zuvor geschrieben haben, gegangen und hat mir gezeigt, was ich an meinem englischen Schreibstil ändern kann. Das hat mir sehr geholfen und so eine individuelle Unterrichtsgestaltung wäre im deutschen Schulsystem wohl kaum möglich.

In „Media“ starteten wir mit einem neuen Projekt. Die Aufgabe war, ein Musikvideo (nach freier Wahl) nachzumachen. Die Leute in meiner Gruppe meinten dann, dass wir doch etwas Deutsches machen sollen. Somit zeigte ich ihnen ein paar Songs, die mir gerade einfielen. Wir entscheiden uns schlussendlich für das „Fliegerlied“. Es war soooo witzig das zu filmen und wir waren nur noch am lachen!

Als meine Gastschwester und ich am Mittwoch von der Schule zurückkamen, wurden wir von einem Päckchen aus Deutschland überrascht. Darin fanden wir etwa 20 Tafeln Schokolade! Unsere Stimmung stieg dabei von „ehhhh…Hausaufgaben“ zu „OMG! Deutsche Schokolade“!!! 😀

Post aus der Heimat!
Post aus der Heimat!
Schokoladeeee!
Schokoladeeee!

Am Donnerstag fand wieder ein Volleyballgame an der Schule statt, für das wir cheerten.

Ich durfte dieses Mal die amerikanische Flagge präsentieren. Wir machten Witze darüber, dass ich die Flagge aus Versehen fallen lasse und dann der Adler abbricht und am Ende alle sauer auf mich sind und mich heimschicken… Aber zum Glück ging alles gut und ich darf hier bleiben! Unser Team holte sich einen Heimsieg und die Stimmung war super.

Am darauf folgenden Tag fand auch schon das letzte Home-Footballgame der Saison statt. Dieses Footballgame stand ganz im Namen der Senior Footballplayer, da es ihr letztes Game an der Highschool sein wird. Bevor das Spiel anfing, gab es deshalb eine große Verabschiedung, beziehungsweise Ehrung dieser Spieler.

Als wir die Flaggen aufs Feld trugen, wurde auch mir bewusst, wie viel Zeit schon vergangen ist und dass es auch mein letztes Footballgame hier sein wird. Das finde ich sehr schade, da Footballgames besonders viel Spaß machen zum Cheeren – alle sind da und gut drauf und es kommen die lustigsten Gespräche zustande! Unser Team holte sich den Sieg und es war ein toller Abend!

wpid-wp-1445239177149.jpeg

An diesem Wochenende fuhren wir nach Havre, wo eine weitere Tochter meiner Gasteltern lebt. Dieser halfen wir beim Umzug in ein etwas mehr von der Stadt abgelegenes Haus. Dank schönem Wetter ging der Umzug schnell und wir beendeten den Tag mit Eis und einem guten Film vor einem fast Leinwand-großen Fernseher. Am nächsten Morgen fuhren wir dann wieder heim. Am Abend waren wir noch bei Bekannten zum Dinner eingeladen. Danach gönnten ich und meine Gastschwester uns noch eine Disney-Movie, bevor der Schul-Alltag am Montag wieder losging.

Diese Woche hatten wir nur drei Tage Schule, die hatten es aber in sich. Wir schrieben viele Teste und mussten einige Projekte abschließen. Außerdem mussten alle Juniors am Mittwoch den sogenannten “PSAT” schreiben. Dieser ist ein Übungstest für den großen Test, welcher wichtig für die College-Bewerbung ist. Dieser Test besteht aus vier großen Kategorien und für jede hat man eine gewisse Zeit.

Ich finde es ziemlich cool, dass ich die Chance bekomme, diese Tests mitzuschreiben und ich bin gespannt auf das Ergebnis! Besonders toll fand ich, dass es sich um einen typischen “Bubbel-Test“ (also ein Test, bei dem man auf einem extra Blatt die Punkte für die richtige Antwort ausmahlen muss) gehandelt hat, welche ich zuvor immer nur im Fernsehen gesehen habe.

An unseren freien Tagen trafen wir uns viel mit Freunden, schauten fern, hörten Musik und mein Gastbruder war zu Besuch. Am Donnerstagabend waren wir mit ein paar anderen Leuten bei einem Kumpel. Wir spielten eine Art Actiongame, das aufgebaut war wie ein Videospiel, aber es wurde mit eigenen Ideen, Würfeln und Karten gespielt… es ist schwer zu erklären, aber es macht viel Spaß! Außerdem hatten wir viel Spaß und verrückte Gespräche! Und ich habe das erste Mal in meinem Leben „KÄSE“ aus der Sprühflasche gesehen… Crazy!

wpid-wp-1445236371787.jpeg
Eine Freundin, ich und meine Gastschwester.

Am Samstag waren wir auf einer “Jugendkonveren”.. Ich fand es etwas verstörend (wenn ihr mehr wissen wollt, fragt mich persönlich!). Aber die “Afterparty” war gut!

Am Sonntag war sehr schönes Wetter und verbrachte ich die meiste Zeit draußen mit den Tieren. Am Abend gingen wir dann noch mit einer Freundin ins Kino um den Film “Hotel Transsilvania 2” anzuschauen. Ich weiß nicht was ich lustiger fand, den Film oder die Autofahrt mit der Mutter und der Tante meiner Freundin. Die beiden waren soooo verrückt drauf!

Der Hund Blitz... ist sie nicht süß?!
Der Hund Blitz… ist sie nicht süß?!
Und das Kätzchen Denoso.
Und das Kätzchen Denoso.

Am Sonntag-Morgen gingen wir wie immer in die Kirche und gegen Abend machten wir uns noch auf in die Stadt um ein wenig zu Shoppen. Auf dem Heimweg machten wir noch bei einem typisch Amerikanischen Burger-Restaurant halt … Delicious!

Zwei ereignisvolle und verrückte Wochen waren vergangen!

Friends, Campfire & Co

Schon wieder sind zwei ganze Wochen vorbei… Die Zeit vergeht hier einfach sooo schnell!

Schule macht nach wie vor Spaß und langsam merke ich, wie sich echte Freundschaften bilden. Mit meiner Gastschwester komme ich immer noch mega gut zurecht und es gab noch nie einen Konflikt zwischen uns. Im Gegenteil, wir kommen immer mehr ins Gespräch, machen verrückte Dinge und haben viel Spaß zusammen.

Besonders witzig ist es, wenn die Amerikaner nach Deutschen Wörtern fragen und probieren diese dann auszusprechen. Bestes Beispiel hierfür ist das Wort „Eichhörnchen“. Da es im Englischen weder Umlaute wie ä, ö und ü gibt noch die Kombinationen -ch und -ck, klingt das unglaublich amüsant.

Das Wochenende verbrachten wir großteils in der nächst größeren Stadt Great Falls. Am Freitag hatten meine Gastmutter dort einiges zu erledigen und so gingen wir dort mit.

Am Samstag morgen hieß es für mich und meine Gastschwester erneut früh Aufstehen, da wir bei einer Horseshow halfen und man uns dort für sieben eingeteilt hat. Allerdings erfuhren wir als wir ankamen, dass es eigentlich noch nichts zu tun gibt und somit sind wir nach Great Falls in ein Café gefahren und haben uns die Zeit dort mit einem zweiten Frühstück vertrieben.

Sonnenfaufgang auf dem Highway.
Sonnenaufgang auf dem Highway.

Danach fuhren wir noch ein wenig in der Gegend herum, bis es dann Zeit war wieder zurück zu gehen. Da wir fürs Preise-Vergeben zuständig waren hatten wir sehr viel Zeit bei der Show beziehungsweise bei dem Turnier zuzuschauen. Alles war so wie man sich es eben vorstellt, Westernsättel, Cowboyboots und die glimmernden Outfits der Reiterinnen. Auf dem Heimweg hielten wir noch bei einem Art Baumarkt an, in dem es von Tier-Equipment über Baumaterialen bis hin zu Klamotten alles gibt. Ich will mir nämlich unbedingt Cowboyboots kaufen, da ohne diese hier gar nichts geht (und ich kann auch nicht ohne welche wieder Heim fliegen! ;))

Bei der Horseshow.
Bei der Horseshow.

Nachdem wir uns noch einen Snack zum Lunch geholt hatten, fuhren wir wieder Heim. Allerdings blieben wir dort nicht lange, da wir für den Geburtstag einer Freundin ins Kino gehen wollten. Wir gingen in den Film „the Scorch Trials“ (Deutscher Titel:  „Mazer Runner 2“). Mir gefiel der Film echt gut und ich war das erstes Mal in einem amerikanischen Kino! Ich war erstaunt, dass ich dem Plot des Filmes so gut folgen konnte (obwohl ich den ersten Teil nicht gesehen habe) und alles verstanden habe!

Nach dem Film trafen wir, wo gemeinsam im Kino waren und noch ein paar weitere Leute,  uns noch. Wir machten ein Campfire mit Smores und allem was dazu gehört. Anschließend gingen wir noch in den Park uns spielten “ hide and siege“, ein scheinbar typisch amerikanisches Spiel.

Es war echt ein cooler Abend beziehungsweise der ganze Tag war super!

Am Sonntag gönnten wir uns einen kompletten Chillertag, samt Ausschlafen. Am späten Abend fuhren wir zu einer Freundin um einen Film anzuschauen. Außerdem gingen wir noch in den Park um den Blutmond zu betrachten. Dieses außergewöhnliche Ereignis sah für mich an diesem weit von Zuhause entfernten Ort noch viel außergewöhnlicher aus!

Dann ging auch schon wieder die Schulwoche los. Im Fach „Media“ hatten wir nun unser erstes Großes Projekt fertig. Hierbei handelt es sich um ein Video, das über Dinge in der Schule aufklären soll, die Falsch laufen (wir bearbeiteten das Thema „bulling“).

Am Montag nach der Schule war ich eine Weile mit einem Cumpel Draußen und wir sahen etwas großes in einem Baum sitzen. Es war ein echter „bald eagle“!!! Nun hatte ich das symbolische Tier der USA also auch einmal in real – life gesehen!

Im Cheerleading machten wir an einem neuen Tanz weiter, den wir auf dem letzten Heim-Footballgame am kommenden Freitag vorführen werden. Außerdem probieren wir ein paar sogenannte „elevator“ (also Cheer-Stunts) aus und übten unsere Sprünge.

Am Freitag nach der Schule besuchte mich meine Area-Rep um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Gleich darauf trafen wir uns mit einer Freundin und fuhren dann gemeinsam mit ihr zu einem Footballgame. Dieses war in einer anderen Schule, die viel größer ist, als unsere. Außerdem war dort Homecoming und die Stimmung plus das Show-Programm in der Halbzeit war dem entsprechen gigantisch. Am Ende verlor jedoch das Team, für das wir waren, hochkant. Trotzdem ein toller Abend!

Die Homecomin-Halbzeitshow.
Die Homecoming-Halbzeitshow.

Am Samstag schliefen wir erstmal Aus. Als es Mittag wurde trafen wir uns mit einigen anderen Leuten in einem veralteten Theater in Belt. Dieses soll renoviert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir leisteten erste Arbeit und halfen es aufzuräumen beziehungsweise auszuräumen. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Keksen und Heißgetränken auf dem Sofa, da auf einem Sender „Mean-Girls-Day“ war und somit nur gute Filme liefen. Ein weiterer Grund war dass es den ganzen Tag nur regnete oder sogar fast schneite.

Als ich dann am Sonntag Morgen aufwachte glaubte ich meinen Augen kaum (Ernsthaft, ich musste erst einmal meine Brille aufsetzen! :D).. vierter Oktober und alles was man sehen konnte, wenn man aus dem Fenster schaute: WEIß. Über Nacht hatte es bestimmt fünf Zentimeter geschneit.

Schneee.
Schneee.

Nach dem typisch Sonntäglichen Pancake-Frühstück passten ich und meine Gastschwester auf einen kleinen Jungen auf. Das war witzig und der kleine war echt lieb. Am Mittag gingen ich mit auf eine Versammlung von einem Verein. Diese war eher langweilig.. aber anschließend gingen wir noch (dem Wetter entsprechend) Wintersachen einkaufen, was sie ganze Langeweile wieder vergessen lies! Ich muss zugeben, ich bin immer noch ein wenig über fordert mit der Größe und dem endlosen Angebot all dieser Läden!